Freitag, 5. Mai 2017

Künstliche Intelligenz bei Otto

Der Economist hat einen interessanten Artikel veröffentlicht, in dem er darstellt wie Otto künstliche Intelligenz und Big Data einsetzt, um Bestellungen von über 200.000 Produkten zu optimieren und zu automatisieren. Anhand von 200 Variablen ist der Algorithmus inzwischen in der Lage vorauszusagen was die Kunden in einer Woche bestellen werden. Überschüssige Lagerhaltung konnte um ein Fünftel und Retouren um zwei Millionen Stück pro Jahr reduziert werden, da eine schnelle Auslieferung auch zu weniger Retouren führt. Laut Economist hat Otto als Konsequenz auf den Erfolg des KI-Programms nicht wie man erwarten könnte weniger, sondern mehr Mitarbeiter eingestellt.
Hier der ausführliche Artikel.

Freitag, 7. April 2017

Grundlagen der Websiteentwicklung

In Printtechnik und Medienkonzeption I behandeln wir grafische Grundlagen für Informationsdesign. Angefangen mit visuellen Grunderfahrungen und Gestaltgesetzen, erarbeiten wir uns ein Verständnis über unter anderem den Einsatz von Farben und Typografie bis hin zu der Gestaltung von visuellem Marketing. Im letzten Teil des Kurses gehen wir auf weitere, grundlegende Aspekte ein, die bei der Konzeption von Websites wichtig sind. Zur Unterstützung dieses Teils des Kurses veröffentliche ich gerne mein aktuelles Skript zu "Grundlagen der Websiteentwicklung" in Form einer klickbaren Prezi-Präsentation. Viel Spaß damit und im Kurs!

Freitag, 31. März 2017

Artikelzusammenfassung: The fight over the Doves, The Economist

Im Dezember 2013 veröffentlichte The Economist eine packende Typografie-Geschichte, die wir hier zusammenfassen.

Über mehrere Monate von 1916-1917 entsorgt der Drucker und Buchbinder Thomas Cobden-Sanderson heimlich Drucktypen der Schriftart Doves Type. Er versenkt die Lettern in der Themse. Seine Druckerei Doves Press hat die exklusiven Rechte an der Schriftart - nur gehörte ihm die Druckerei nicht alleine.

Wikimedia Commons: Public Domain Bild der Doves Press Bibel (1903-1905)
Originalquelle: Library of Congress


Einhundert Jahre später rekonstruiert Robert Green die Schriftart. Die Lettern sind verschollen, aber Bücher in der originalen Doves Schriftart existieren noch. Nur verhindert das mechanische Buchdruckverfahren, dass Green die Schrift einfach nachzeichnen kann - kein Abdruck gleicht exakt dem nächsten.

Dienstag, 28. März 2017

Papier 2: Papiersorten

Wenn man ein Druckprojekt plant, sollte man sich sehr früh für die Druckerei entscheiden und über Druckmuster / ein Musterbuch herausfinden, welches das beste Papier für die Publikation ist. Jede Druckerei hat ihr eigenes Portfolio an Papieren - das mitunter sehr umfangreich ausfallen kann. Noch besser, wenn man von einem Profi beraten wird, denn es gibt aktuell etwa 3000 Papiersorten.

Diese werden in Deutschland grob in 4 Kategorien eingeteilt:
grafische Papiere, Verpackungspapiere, Hygienepapiere und Spezialpapiere. Deutschland ist mit einer Jahresproduktion von 22,5 Millionen Tonnen Papier pro Jahr an 4. Stelle hinter Japan, den USA und China.


Papiere werden nach unterschiedlichen Kriterien unterteilt - von der Gramatur über ökologische Faktoren in der Herstellung, vom Altpapier/Holzanteil bis zu Herstellungsmethoden. Dieselbe Papiersorte kann je nach Industriebereich andere Namen tragen.

In unserem Artikel zum Thema Offsetdruck gehen wir auf empfohlene Papiere für diese Drucktechnik inklusive der Industrie-gebräuchlichen englischen Bezeichnungen ein. Über diese speziellen Grafikpapiere hinaus, gibt es noch viele andere Sorten, mit denen wir täglich oder besonders im Druckbereich zu tun haben:

Mittwoch, 22. März 2017

Papier 1: Geschichte und Herstellung

Heute schmunzeln wir über die Vorhersage, dass die Faxmaschine einst den Briefwechsel ablösen sollte oder Handys nicht überlegen würden, da es an jeder Ecke Telefonzellen gab. Ähnlich sieht es mit Hypothesen aus, dass Papier im Zeitalter der Digitalisierung an Bedeutung verliert.
Das Gegenteil ist der Fall. Tatsächlich verbraucht Deutschland mit 249kg Papier pro Einwohner mehr Papier als jedes andere Land. Die USA sind mit 229kg pro Kopf an zweiter Stelle (stand 2012). Absolut verbraucht China das meiste Papier und Pappe - auf die Bevölkerung gerechnet relativiert sich das wieder, obwohl China auch über dem weltweiten Durchschnitt von 57kg pro Kopf liegt.
Die überraschend hohen Zahlen in Deutschland haben auch eine positive Seite: 99,4% der hier genutzten Papierverpackungen werden recycelt.

Papier ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kommunikation und unseres Handels. Wir werden im Rahmen unserer Reihe zum Thema Druck genauer auf Druckpapiere eingehen. Hier zeigen wir einen kurzen Abriss über die Geschichte des Papiers allgemein.

Papiergewinnungsprozess von Hand in einer traditionsreichen chinesischen Papiermühle vom Kanal China uncensored.


Mittwoch, 15. März 2017

Verwendung von Stockfotos

Stockfotos und -grafiken  sind "Bilder auf Lager" (in stock). Die Arbeit des Fotografen/Grafikers/Illustrators ist bereits getan und das Ergebnis - das Foto - kann nun in einer Online-Bibliothek abgefragt werden.

Für diesen Artikel nutzen wir ein Stockfoto von gettyimages. Gettyimages erlaubt nicht-kommerziellen Blogs, Bildmaterial einzubetten. Das heißt, dass wir in einem Frame, der direkt von gettyimages bespielt wird, den Inhalt anzeigen dürfen. Dazu wird gleich die richtige Bildbeschreibung, der Urheber und die Quelle genannt.
Würden wir das oben gezeigte Autorenfoto für eine kommerzielle Arbeit nutzen wollen, kostet es einmalig je nach Größe zwischen 50 bis 560 Euro (stand  13. 03. 2017). Unterschiedliche Urheber und Quellen haben unterschiedliche Lizenzverträge mit gettyimages.

Samstag, 11. März 2017

"Communication shapes memory" - Wie Fake News zu 'Wahrheit' werden (können)

Das Wissenschaftsmagazin Nature hat einen lesenswerten und hoch aktuellen Artikel veröffentlicht, in dem es sich damit beschäftigt, wie unsere Erinnerungen geprägt werden können und somit die Sicht auf was wir als Wahrheit empfinden. Der Artikel ist zwar für die digitale Welt etwas lang aber sein Inhalt ist deswegen nicht weniger wichtig, da gerade die digital gestützten Kommunikationswege sehr stark zur Entstehung der 'collective memories' beitragen können, aus denen wir unsere Sicht auf die Geschichte - oder allgemein auf das Geschehene - und damit auch die Gegenwart prägen. Wer verstehen will, warum manche Menschen partout etwas für wahr halten, wenn andere ihnen partout das Gegenteil zu beweisen meinen, sollte diesen Artikel lesen.