Dienstag, 28. März 2017

Papiersorten

Wenn man ein Druckprojekt plant, sollte man sich sehr früh für die Druckerei entscheiden und über Druckmuster / ein Musterbuch herausfinden, welches das beste Papier für die Publikation ist. Jede Druckerei hat ihr eigenes Portfolio an Papieren - das mitunter sehr umfangreich ausfallen kann. Noch besser, wenn man von einem Profi beraten wird, denn es gibt aktuell etwa 3000 Papiersorten.

Diese werden in Deutschland grob in 4 Kategorien eingeteilt:
grafische Papiere, Verpackungspapiere, Hygienepapiere und Spezialpapiere. Deutschland ist mit einer Jahresproduktion von 22,5 Millionen Tonnen Papier pro Jahr an 4. Stelle hinter Japan, den USA und China.


Papiere werden nach unterschiedlichen Kriterien unterteilt - von der Gramatur über ökologische Faktoren in der Herstellung, vom Altpapier/Holzanteil bis zu Herstellungsmethoden. Dieselbe Papiersorte kann je nach Industriebereich andere Namen tragen.

In unserem Artikel zum Thema Offsetdruck gehen wir auf empfohlene Papiere für diese Drucktechnik inklusive der Industrie-gebräuchlichen englischen Bezeichnungen ein. Über diese speziellen Grafikpapiere hinaus, gibt es noch viele andere Sorten, mit denen wir täglich oder besonders im Druckbereich zu tun haben:

Mittwoch, 22. März 2017

Papier 1: Geschichte und Herstellung

Heute schmunzeln wir über die Vorhersage, dass die Faxmaschine einst den Briefwechsel ablösen sollte oder Handys nicht überlegen würden, da es an jeder Ecke Telefonzellen gab. Ähnlich sieht es mit Hypothesen aus, dass Papier im Zeitalter der Digitalisierung an Bedeutung verliert.
Das Gegenteil ist der Fall. Tatsächlich verbraucht Deutschland mit 249kg Papier pro Einwohner mehr Papier als jedes andere Land. Die USA sind mit 229kg pro Kopf an zweiter Stelle (stand 2012). Absolut verbraucht China das meiste Papier und Pappe - auf die Bevölkerung gerechnet relativiert sich das wieder, obwohl China auch über dem weltweiten Durchschnitt von 57kg pro Kopf liegt.
Die überraschend hohen Zahlen in Deutschland haben auch eine positive Seite: 99,4% der hier genutzten Papierverpackungen werden recycelt.

Papier ist ein wichtiger Bestandteil unserer Kommunikation und unseres Handels. Wir werden im Rahmen unserer Reihe zum Thema Druck genauer auf Druckpapiere eingehen. Hier zeigen wir einen kurzen Abriss über die Geschichte des Papiers allgemein.

Papiergewinnungsprozess von Hand in einer traditionsreichen chinesischen Papiermühle vom Kanal China uncensored.


Mittwoch, 15. März 2017

Verwendung von Stockfotos

Stockfotos und -grafiken  sind "Bilder auf Lager" (in stock). Die Arbeit des Fotografen/Grafikers/Illustrators ist bereits getan und das Ergebnis - das Foto - kann nun in einer Online-Bibliothek abgefragt werden.

Für diesen Artikel nutzen wir ein Stockfoto von gettyimages. Gettyimages erlaubt nicht-kommerziellen Blogs, Bildmaterial einzubetten. Das heißt, dass wir in einem Frame, der direkt von gettyimages bespielt wird, den Inhalt anzeigen dürfen. Dazu wird gleich die richtige Bildbeschreibung, der Urheber und die Quelle genannt.
Würden wir das oben gezeigte Autorenfoto für eine kommerzielle Arbeit nutzen wollen, kostet es einmalig je nach Größe zwischen 50 bis 560 Euro (stand  13. 03. 2017). Unterschiedliche Urheber und Quellen haben unterschiedliche Lizenzverträge mit gettyimages.

Samstag, 11. März 2017

"Communication shapes memory" - Wie Fake News zu 'Wahrheit' werden (können)

Das Wissenschaftsmagazin Nature hat einen lesenswerten und hoch aktuellen Artikel veröffentlicht, in dem es sich damit beschäftigt, wie unsere Erinnerungen geprägt werden können und somit die Sicht auf was wir als Wahrheit empfinden. Der Artikel ist zwar für die digitale Welt etwas lang aber sein Inhalt ist deswegen nicht weniger wichtig, da gerade die digital gestützten Kommunikationswege sehr stark zur Entstehung der 'collective memories' beitragen können, aus denen wir unsere Sicht auf die Geschichte - oder allgemein auf das Geschehene - und damit auch die Gegenwart prägen. Wer verstehen will, warum manche Menschen partout etwas für wahr halten, wenn andere ihnen partout das Gegenteil zu beweisen meinen, sollte diesen Artikel lesen.

Mittwoch, 1. März 2017

Siebdruck: Überblick

Der Siebdruck ist ein Durchdruckverfahren, bei dem Farbe durch ein feinmaschiges Gewebe auf einen Bedruckstoff gepresst wird.
Die besondere Stärke des Siebdrucks ist die Nutzung unterschiedlichster Farben (von deckendem Weiß bis zu edelmetallhaltigen, elektronisch leitfähigen Pasten) und das Bedrucken ungewöhnlicher Untergründe - inklusive nicht-planer Untergründe wie Flaschen und Gerätegehäuse. Das Druckverfahren kann voll automatisch durchgeführt werden oder mit unterschiedlichem Grad an Automation von Hand in kleineren Auflagen. Bedruckt wird von Postern über Tshirts und Werbeartikeln alles bis hin zu Tapeten. Siebdruck gilt im Vergleich zum Offsetdruck als ein langsames Druckverfahren.

Jeden Schritt in der konventionellen Siebdruckherstellung kann man in diesem Werbevideo frd Siebdruckversandhändlers Ryonet gut nachvollziehen:


Das Sieb

Für jede Druckfarbe innerhalb eines Projektes wird ein eigenes Sieb benötigt. Durch geschickte Aufrasterung des Motivs können die 4 Grundfarben ausreichen - empfohlen sind aber eher Volltonfarben, weil Siebdruck häufig eine viel gröbere Rasterung aufweist, bei der die Farbpunkte schneller sichtbar werden und der Moiré-Effekt stärker zur Geltung kommen kann.

Dienstag, 28. Februar 2017

Offset-Druck: Überblick

Offsetdruck ist ein präzises, schnelles und auf Masse günstiges Druckverfahren. Das Motiv wird über einen Zwischenträger flach (Papier und Farbe bilden haptisch eine Ebene) auf das Druckmedium gegeben - weswegen Offsetdruck als indirektes Flachdruckverfahren gilt.

In diesem Erklärvideo sieht man eine hochwertige, moderne Offsetmaschine im Einsatz:

Sappi (Großproduzent von Papieren) erklärt das Offsetdruckverfahren

Die Druckplatten 

Im Offsetdruck benötigt man für jede Farbe eine eigene Druckplatte. Für gewöhnlich vier Stück (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) - weitere Druckplatten können für Sonderfarben, zum Beispiel Gold oder eine speziell gemischte Firmenfarbe, und Lacke genutzt werden.

Mittwoch, 15. Februar 2017

InDesign - eine Übersicht (2/2)

Im vorigen Artikel haben wir die grundlegende Funktionsweise von InDesign beschrieben. Dieser Artikel gibt einen kurzen Überblick über die einzelnen Schritte von der Skizze zur fertigen Druckdatei in Adobe InDesign.

Nachdem feststeht, welche Druckerei das Wunschdokument - im Beispiel eine Broschüre - druckt und die Skizzen, in denen Rhythmus und Seiteninhalte grob festgehalten sind, abgenommen wurden, geht es an die Erstellung der Layoutdatei.

abgenommene Skizzen für das Beispielprojekt "Broschüre"

Viele Druckereien bieten für Standardformate Vorlagen an, in denen die wichtigsten Hilfslinien und Formatangaben bereits eingestellt sind.

So sieht zum Beispiel die geöffnete Formatvorlage für DinA4-Broschüren im Hochformat von Saxoprint aus:
Screenshot von Indesign CS5 mit Saxoprint-Vorlage für A4-Broschüren